Baustelle und Kinder

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Geht das Baustelle und Kinder? Meistens würde ich das schon mit Ja beantworten, doch dann gibt es so Tage an denen platzt eine Glühbirne von der Decke, weil ein Ball dagegen geschossen wird, oder eine Blumenvase fällt herunter weil die Kinder fangen im Wohnzimmer spielen, oder eine Flasche Fanta fällt ganz zufällig geöffnet aus der ersten Etage herunter in den Hausflur. Und eigentlich wollte man doch eigentlich anfangen Tapeten abzureissen, den Boden zu polieren oder einfach mal zu tapezieren, doch dann muss man klebrige Fanta von den Wänden und vom Boden wischen. Und die Kinder sagen :“he alles halb so schlimm ,war keine Absicht das machen wir alle zusammen sauber“. Die kaputte Glühbirne war zum Glück keine Energiesparlampe, da hört man ja die schlimmsten Geschichten wenn die kaputt gehen und deswegen war die Panik auch erstmal groß als von unten kam „Moritz hat eine Lampe abgeschossen, das war aber nicht extra“. Jedenfalls bremst es ein bisschen wenn diese Dinge passieren, aber es ist ja nicht nur so, das nur den Kindern auf Baustellen ohne böse Absicht Sachen passieren, Erwachsene sind auch nie ganz davor gefeit, wir haben da so eine alte Esszimmergarnitur mit dem Haus zusammen bekommen, die wohl noch aus der Gründerzeit stammen müsste, an ein und denselben Tag ist ein Stuhl umgefallen und ein Stück verziertes Holz ist daraus abgebrochen und einer unser fleißigen Helfer hat sich mit Spachtel in der Gesäßtasche auf die bezogenen alten Stühle gesetzt. Kleinere Kataströphchen nenne ich diese Dinge mal, aber am Ende haben wir in den letzten zwei Wochenenden auch einiges geschafft, auch wenn manches länger aufhält als man vorher vermutete.

„Lieblingsbeschäftigung Tapeten abreißen“, immer wieder kommst du und rufst nach uns, ja, ja, schon da, monotones Stückwerk. Aber um nochmal auf´s Thema zurück zu kommen, man könnte meinen die Kinder machen nur Mist, aber so ist es nicht, sie haben ihre Zeiten in denen sie gerne und wunderbar helfen und es gibt Phasen des Spielens und auf einer Baustelle ist das spielen nun mal ein anderes als Zuhause und deswegen kann auch mal was zu Bruch gehen.

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Ich denke auf einer Baustelle muss das vielleicht sogar so sein, wir sind jedenfalls zufrieden und loben unsere Kinder auch am Ende des Tages trotz des Schwundes, denn überwiegend muss man sagen sind sie sehr lieb und suchen sich immer wieder neue Abenteuer auf unserer Baustelle.

So was gibt es noch neues, Freunde haben ein Wochenende mit ihren Kindern bei uns übernachtet und so viel Abwechslung auf die Baustelle bringen können. Sehr schön war die Hilfe unseren Boden zu polieren, optimalerweise wurde dafür auch noch die eigene Poliermaschine für unseren frisch geschliffenen Holzboden mitgebracht, das Kai, das ganze beruflich mit der Gebäudereinigung Heling macht, passte natürlich perfekt. img_20161121_122444

Vorerst mussten jedoch noch die Ecken und Ränder von Ochsenblut befreit werden (Danke Andrea und Meister Eder ihr ward großartig), das Öl wurde mit einem Pinsel aufgetragen und dann konnte Kai auch schon mit seiner Poliermaschine über den Boden fliegen.

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So konnten wir uns auf andere Dinge konzentrieren, Tapeten abreißen beispielsweise, gibt ja schließlich noch genug davon.

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Teilweise denkt man schon selbst, das sich das ganze zu einer Neverending Story entwickelt, doch damit es nicht ganz so eintönig wird, wurde jetzt auch mal zwischendurch tapeziert, auch hier wurden wir tatkräftig unterstützt. Ach ja und gegrillt haben wir auch noch. 🙂

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Unterstützung beim Tapeten abreißen bekamen wir am Samstag noch von einer lieben Freundin mit ihrer Tochter (eines der ersten Tageskinder bei uns und seither Smillas beste Freundin und inzwischen Familienmitglieder). Das unsere Helfer auch immer erst 1,5 std. anreisen sei dabei noch lobenswert und dankend erwähnt.

Es gibt allerdings auch so ein paar Dinge die bleiben erstmal liegen, beispielsweise gibt es ein kleines Stück Teppich, in einem kleinen Übergangsflur, hier ist der Teppich so verklebt, das man den Estrich mit hochhebt wenn man ihn versucht raus zu reißen. 🙁 Das letzte Stück Teppich, was noch raus muss, doch er will da momentan noch ein wenig liegen bleiben, aber kommt Zeit, kommt Mut und dann war´s das auch für ihn. 🙂

Kurze Dinge die wir nicht unerwähnt lassen wollen, die aber nur interessant sind, wenn man beispielsweise gerade selbst Holzböden abschleifen will, wir haben uns eine Schleifmaschine bei Rentas in Dortmund-Wambel ausgeliehen, sehr nette Leute dort, Preise sind auch OK, außerdem haben wir uns für Hartöl zum polieren entschieden, da Hartwachsöl zwar schöner sein soll, aber viel zu empfindlich ist, was mit Kindern vielleicht dann nicht so spaßig ist.





Schatzsuche unter Holzdielen!


20161122_193847Als wir den Holzboden vom alten Ochsenblut befreit haben um ihn in seinem alten Glanz erstrahlen zu lassen, fiel uns eine kleine aber feine ausgeschnittene Holzplanke auf, hier wurde kein neues Stück Holz eingesetzt, das bemerkten wir sofort, da es die selbe Maserung hatte, wie vor und nach dem Stückchen. Bei jedem Schliff darüber wuchs die Neugier was sich wohl darunter befände.            img_20161121_153902Vielleicht ein alter Schatz oder ein paar Erinnerungen, Gedanken von Menschen die hier wohnten. Wow, das wäre schon was, wenn das Haus uns eine Geschichte offenbaren würde. Bei jedem Schleifgang wurde unsere Neugier noch größer, aber da wir eigentlich nicht das richtige Werkzeug hatten um die Planke zu öffnen, wollten wir warten, aber am Ende war die Neugier doch größer und wir versuchten es ganz vorsichtig mit einem Brecheisen. Aber seht selbst, hier könnt ihr ein paar Fotos der „spektakulären“ Aktion sehen, unser Herz pochte wie wild, wir waren ganz schön aufgeregt, als wir unter der Planke eine große Schraube an einem Brett entdeckten die unter der Asche verborgen war. Die Schraube am Brett sah aus wie ein Griff zu etwas ganz Besonderem, einem Versteck für Erinnerungen, die bis heute geheim blieben!  

Doch am Ende entpuppte sich der vermeintliche Schatz nur als eine Halterung für einen Kronleuchter unter diesem Zimmer 🙁 Aber hey einfach so gehen ohne etwas da zu lassen konnten wir dann auch nicht, also verewigten wir wenigstens unsere Namen auf einem Stück Papier, außerdem legten wir ein paar positive Botschaften hinein, wenn also irgendwann die Nächsten kommen, dann werden Sie etwas von uns finden und sie werden wissen wer hier vor ihnen war! Daniel, Nadine, Moritz, Jakob, Smilla, Oma Lilo und Sven 🙂